Ein deutsches Gericht hat die 67-jährige Daniela Klette wegen einer Reihe schwerer Straftaten, darunter bewaffneter Raubüberfall und erpresserischer Menschenraub, zu 13 Jahren Haft verurteilt.
Klette, ein ehemaliges Mitglied der linksextremistischen Terrorgruppe RAF (Rote Armee Fraktion), befand sich über 30 Jahre lang auf der Flucht. Sie wurde im Februar 2024 in Berlin festgenommen.
Bei der Durchsuchung ihrer Wohnung fand die Polizei Waffen, eine Granatwerfer-Attrappe, gefälschte Dokumente, Gold und 240.000 Euro in bar. Ihre beiden mutmaßlichen Komplizen, Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub, befinden sich weiterhin auf freiem Fuß.
Hintergrund: Wer war die RAF?
Die Rote Armee Fraktion (RAF) war eine linksextremistische Terrororganisation in Deutschland, die von den 1970er Jahren bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1998 aktiv war. Die Gruppe, auch bekannt als Baader-Meinhof-Komplex, führte zahlreiche Attentate, Entführungen und Banküberfälle durch, bei denen insgesamt mehr als 30 Menschen ums Leben kamen.
Ihr Ziel war es, das politische und wirtschaftliche System der Bundesrepublik Deutschland gewaltsam zu bekämpfen. Daniela Klette wird der sogenannten „dritten Generation“ der RAF zugerechnet, die vor allem für Anschläge in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren verantwortlich gemacht wird.
Quellen: Visegrad24, Tagesschau, NDR




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